© Elke und Ingo Riecken

    De frie Bogenscheter

Dr. Ingo Riecken

De frie Bogenscheter

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Deutschland

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Geschichte des Bogenschießens/Bogensports

Bogenschießen in der menschlichen Entwicklung

Pfeil und Bogen begleiten den Menschen schon seit zehntausenden von Jahren. Nach dem Speer und der Speerschleuder waren Pfeil und Bogen die zweite. Fernwaffe, die der früh-zeitliche Mensch zur Jagd benutzte. In Abhängigkeit von vorhandenen Materialien wurden über die vergangenen Jahrtausende unterschiedliche Bögen und Pfeile verschiedenster Art entwickelt.

Es gab einfache Bögen aus Holz, kurze Bögen aus Knochen, Bögen aus Bambus, mit Leim und Wicklungen zusammengefügte Kompositbögen aus mehreren Materialien in sehr vielen Formen und Größen. Pfeile waren aus Holz, Knochen Metall oder sogar aus Gräsern.

Höhlenmalerei zur Bogenjagd

Jungsteinzeitliche Bögen ca. 3500 v. Chr.

Bogen als Jagdwaffe   Quelle: Wikipedia

Bogenarten als Kriegswaffe

Irgendwann wurde aus der Jagdwaffe eine Kriegswaffe, und damit begann der Verwendungszweck auch die Art und Form der Bögen zu verändern. Schon vor der Zeitenwende erschienen bei den Ägyptern, Skythen und vielen anderen Völkern kurze Bögen, die von Streitwagen aus geschossen wurden. Daraus wurden dann etwas später die Reiter-/Reflexbögen, wie sie dann mit den Hunnen, den Mongolen, Ungarn und Türken nach Europa kamen. Obwohl klein hatten diese Bögen eine große Durchschlagskraft und ihre Schützen beherrschten sie mit sehr großer Präzision.

Skythenbogen ca 700 - 100 v. Chr.

Letztlich standen die ritterlichen Heere des Westens mit ihren unbeweglichen Panzerungen der Beweglichkeit der Reiter und ihren flexiblen Angriffstechniken hilflos gegenüber. In Asien erlangten die Koreaner einen besonderen Ruf mit ihren Bögen und Schützen. Auch der japanische Langbogen, der „Yumi“ war gefürchtet, weil er trotz seiner Größe aufgrund der unsymmetrischen Form mit einer Pfeilführung im unteren Drittel, sowohl vom Boden wie auch vom Pferd geschossen werden konnte.

Schlacht bei Azincourt 1415  Quelle: Wikipedia

Mittelalterlicher Bogenschütze

Berittener Bogenschütze

Der Englische Langbogen

In Westeuropa entwickelte sich der Englische Langbogen aus dem Alemannischen Bogen über den Wikinger- Bogen zu einer Artilleriewaffe, die über große Entfernungen von bis zu 250 m geschossen werden konnte.

Englischer Langbogen  Quelle:Wikipedia

Mit diesen Bögen, die eine Zugkraft bis zu 180 lb (= 80 kg hatten, wurden Pfeile in Salven abgeschossen, sodass bei 6 Pfeilen pro Minute zehntausende von Pfeilen in der Luft waren und auf die Gegner niederfielen. Die Pfeile waren einige 100 g schwer und hatten speziell geformte Eisenspitzen (Bodkin) die auch Kettenrüstungen durchschlagen konnten. Bis ins beginnende 18. Jahrhundert gab es Bogenschützen in vielen Armeen der Welt und es gab überall Wettkämpfe, z.B. in Istanbul, wo die weitesten Entfernungen ausgeschossen wurden.

Bogenschießen in heutiger Zeit

britische Bogenschützin

Alice Legh um 1894

Quelle: Wikipedia

Freizeitsport der Damen um 1900

Heute ist aus dem Bogenschießen ein Sport geworden, der jedoch noch immer die verschieden Bogenarten und Schießstiele widerspiegelt. Moderne Bögen werden aus hochwertigen Materialien wie Fiberglas und Carbon hergestellt. Olympische Bogen-schützen und Compound Schützen erreichen mit Hilfe von Zieleinrichtungen eine beachtliche Trefferquote über große Entfernungen.

Sportbögen: 1. Compoundbogen, 2. Hightech Recurve mit Visier,

3. Hightech-Recurve (mit Stringwalking als Schusstechnik)

Quelle: www.traditionelles-bogenschiessen.at

Bögen zum traditionellen Bogenschießen: 1. Englischer Langbogen, 2. Reiterbogen, 3. Langbogen, 4. Jagdrecurve, 5. Hightech-Jagdrecurve, 6. Hightech-Recurve.

Quelle: www.traditionelles-bogenschiessen.at

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die alten Techniken ohne Hilfsmittel mit einfachen Bögen. Traditionelles Bogen-schießen in der Halle oder in der Natur (Feldbogenschießen, 3-D Bogenschießen) stellen ein wirksames Gegengewicht zur Hektik in unser schnelllebigen Welt dar. Meditatives und therapeutisches Schießen führen zu einer inneren Gelassenheit. Ein gelöster Pfeil ist weg und kann, ebenso wie ein gestriges Ereignis, nicht mehr eingeholt werden. Bogenschießen lehrt uns, Dinge loszulassen. Ruhe beim Schießen bringt neue Ideen; und dann ist da noch das Treffen eines Ziels, das man ohne Pfeil und Bogen nicht erreichen kann - und das macht ganz viel Spaß.